CDU will dem Morgen starke Wurzeln geben

Umwelt- und Landwirtschaftspolitiker verabschieden „Stemweder Erklärung“

19.11.2021, 08:29 Uhr | Bianca Winkelmann
Der Arbeitskreis für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz der CDU-Landtagsfraktion um seine Sprecherin Bianca Winkelmann hat sich in Stemwede getroffen.
Der Arbeitskreis für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz der CDU-Landtagsfraktion um seine Sprecherin Bianca Winkelmann hat sich in Stemwede getroffen.

Vom Mühlenkreis, der Gemeinde Stemwede und dem NRW-Nordpunkt in Rahden-Preußisch Ströhen hatten sie durch Bianca Winkelmann zwar schon gehört, selbst vor Ort gewesen waren aber die wenigsten der Agrar- und Umweltpolitiker der CDU-Landtagsfraktion. Das hat sich nun geändert.

Bianca Winkelmann hatte in ihrer Funktion als zuständige Sprecherin ihrer Fraktion für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz und Leiterin des betreffenden CDU-Arbeitskreises ihre Kollegen in ihre Heimat zur zweitägigen Klausurtagung eingeladen. „Viele der Themen, die wir auf Landesebene diskutieren, werden hier ganz konkret“, sagt Bianca Winkelmann. Passend zum inhaltlichen Schwerpunkt der Tagung zum Thema Wald waren die Politiker im Berggasthof Wilhelmshöhe am Rande des Stemweder Berges untergebracht.

„Der Wald ist unser wichtigster Partner im Kampf gegen den Klimawandel. Doch die Situation im Wald ist durch Borkenkäfer, Dürre und Stürme dramatisch. Wir wollen dem Morgen starke Wurzeln geben“, sagt Bianca Winkelmann stellvertretend für ihre Fraktion. Und so nimmt das Thema einen Schwerpunkt in der „Stemweder Erklärung“ ein, sie ist das Ergebnis der zweitägigen Tagung der NRW-Umwelt- und Agrarpolitiker. Darin heißt es unter anderem: „Alle Eigentümer müssen besser finanziell unterstützt werden. Dazu gehört die Baumprämie. Mit diesem Instrument setzen wir uns weiter für eine bundesweite Honorierung der Ökosystemdienstleistungen des Waldes als CO2-Senke und Biodiversitätshotspot ein. Die vielfältigen Leistungen des Waldes könnten damit noch verstärkt werden und eine echte Lenkungswirkung zu einer nachhaltigen Waldwirtschaft entfalten.“

Die Umwelt- und Agrarpolitiker besuchten am zweiten Tag ihrer Klausurtagung das Klärwerk in Espelkamp und informierten sich über die dort installierte vierte Reinigungsstufe zur Beseitigung von Medikamentenrückständen aus dem Wasser. Zweite Station war außerdem die Pohlsche Heide in Hille. Die Christdemokraten ließen sich dort das Areal und die geplante Smart Recycling Factory vorstellen. Diese wird in der Stemweder Erklärung auch als gutes Beispiel für Ressourcenschonung aufgeführt. Überhaupt unterstreichen die CDU-Landespolitiker in der Stemweder Erklärung die Potentiale der Kreislaufwirtschaft.

„Abfälle müssen vermieden und stattdessen als Wertstoff beziehungsweise Nährstoff betrachtet und genutzt werden. Es bedarf einer umfassenden Rohstoffwende durch mehr Ressourcenschonung, Recycling sowie einer übergreifenden Sekundärrohstoffwirtschaft“, lautet eine Forderung im Positionspapier.