Rehkitze schützen

Bianca Winkelmann zum Einsatz neuer Technik im Wildtiermanagement

29.12.2020, 15:45 Uhr | Bianca Winkelmann

Vor Weihnachten hat der Haushalts- und Finanzausschuss einem Antrag von CDU und FDP zugestimmt, mit dem die NRW-Koalition Rehkitze besser schützen möchte. Dafür stehen 200.000 Euro bereit.

Die umwelt- und landwirtschaftspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion Bianca Winkelmann erklärt dazu: „Rehkitze liegen besonders gern auf Wiesen im langen Gras und sind dort für Landwirte bei Mäharbeiten kaum zu sehen. Deshalb kommt es regelmäßig zu Unfällen, bei denen die kleinen Rehe häufig schwerverletzt werden und auch sterben können. Um diese Gefahr einzudämmen, arbeiten Landwirte und Jäger  bereits lange zusammen, haben einige Maßnahmen entwickelt und in die Praxis integriert.
Das wollen wir in Zukunft noch effektiver unterstützen. Ein Trend, der sich zuletzt als erfolgreich erwiesen hat, sind Drohnen, die mit einer Wärmebildkamera ausgestattet sind. Mit diesen können die Flächen überflogen und abgesucht werden, bevor sie gemäht werden. Im Anschluss holen freiwillige Helfer der Hegeringe und Landwirtschaft die so aufgespürten Tiere aus den Wiesen.

Diese Systeme sind in der Anschaffung aber sehr kostenaufwendig, deshalb wollen wir an der Stelle finanziell unterstützen. 200.000 Euro stehen dafür jetzt im Haushalt 2021 bereit. Die Kreisjägerschaften können die Förderung dafür beantragen, Drohnen anschaffen und das Leben von Rehkitzen effektiv schützen.“