„NRW ist gegen ASP gut vorbereitet“

Parlament ergänzt Vorsorgemaßnahmen

02.12.2020, 11:41 Uhr | Bianca Winkelmann
Bianca Winkelmann und ihr Fraktionskollege Rainer Deppe (Archivbild)
Bianca Winkelmann und ihr Fraktionskollege Rainer Deppe (Archivbild)

Die Afrikanische Schweinepest war in der vergangenen Woche Thema im Landtag. „Wir sind in Nordrhein-Westfalen gut vorbereitet und setzen auf Prävention, um die Seuche einzudämmen und alles Machbare zu unternehmen, dass sie nicht auf Hausschweinebestände übergreift“, fasst Bianca Winkelmann zusammen.

Primäres Ziel sei, dass die ASP in NRW gar nicht erst ausbricht. „Dazu wird die Landesregierung die Vorsorgemaßnahmen, die wir als erstes Bundesland ergriffen haben und die als Vorbild unter anderem für Brandenburg gedient haben, jetzt noch einmal ergänzen“, so Bianca Winkelmann.

Ein Teil ist beispielsweise die Unterstützung mit Zaunmaterial durch die Wildtierseuchenvorsorgegesellschaft. Diese ermöglichen es, sogenannte weiße Zonen einzurichten, die den Wildwechsel verhindern. „Die einfache Wahrheit ist: je weniger Schweine desto weniger Möglichkeiten, die Seuche weiterzutragen. Wir sind den Jägern sehr dankbar für das, was sie in den vergangenen Jahren dahingehend schon geleistet haben“, ergänzt Winkelmanns Fraktionskollege Rainer Deppe. Mittlerweile ist es so, dass sich die Tiere den Gegebenheiten angepasst haben und am Tage kaum noch zu sehen sind. Auch in der Nacht meiden sie hellere Bereiche. Das erschwert die dringend notwendige Bejagung massiv. „Daher wollen wir die Jäger jetzt auch, wie schon mehr als die Hälfte aller anderen Bundesländer, mit Nachtzieltechnik ausstatten. Außerdem setzen wir die Hilfe bei den Kosten für die Untersuchungen auf Trichinen fort“, so Winkelmann und Deppe.

Bianca Winkelmann sieht Politik, Jägerschaft, Landwirte und die Bevölkerung gleichermaßen in der Pflicht, die Seuche einzudämmen: „Jeder Einzelne von uns kann und sollte achtsam sein, die ASP nicht versehentlich weiter auszubreiten. Schon ein weggeworfenes Wurstbrötchen auf einem Autobahnrastplatz kann dazu beitragen, die ASP zu verbreiten.“ Schweinehalter sind weiter aufgerufen, die Biosicherheitsmaßnahmen für den eigenen Betrieb zu überprüfen und auf längere Zeit penibel einzuhalten.